Auf Einladung des Herner SPD-Bundestagsabgeordneten Gerd Bollmann konnte in der vergangenen Woche erneut eine Besuchergruppe die Bundeshauptstadt unter politischenGesichtspunkten näher kennenlernen.
Es standen eine politische Stadtrundfahrt, der Besuch der Gedenkstätten „Deutscher Widerstand“ und „Hohenschönhausen“, sowie Diskussionen in den Ministerien für „Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ und „Bildung und Forschung“ auf dem Programm. Letzteres war vor allem für die angehenden Erzieher und Erzieherinnen des Berufskollegs Emschertal von besonderem Interesse.
Aber auch die mitfahrenden Senioren beteiligten sich aktiv an verschiedenen Fragestellungen, nicht nur zur Rente, sondern insbesondere zum Bildungssystem. Dabei waren Rentner wie Schüler häufig einer Meinung und beklagten zum Beispiel Missstände bei der Ausbildungsförderung für Mütter, welche eine Ausbildung häufig an den Rand des finanziellen Ruins treibe. Alle Mitfahrenden erkannten hier Handlungsbedarf, gerade im Hinblick auf den Demographischen Wandel und der Belastung der Rentensysteme.
So entstand aus der heterogenen Gruppe mit der Zeit eine Gemeinschaft, die „für alle Teilnehmer eine Bereicherung“ darstellte, so ein Senior.
Den Abschluss bildete eine Diskussion mit dem Herner Sozialdemokraten Gerd Bollmann. Die Senioren, wie die Schüler zeigten ein reges Interesse an der politischen Lage im Euro-Raum, aber auch am aktuellen Projekt von Gerd Bollmann, dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes. Im Zusammenhang mit der Eurokrise verwies der Abgeordnete auf die Vorteile, die der Euroraum gerade für das Exportland Deutschland mit sich bringe. Einem Auseinanderbrechen oder dem Ausschluss einzelner Staaten erteilte er eine klare Absage. „An den Folgen würden wir uns verschlucken“, so Gerd Bollmann.
Als Schlusswort nach seinen Visionen und Wünschen für die Zukunft gefragt, schilderte Gerd Bollmann eine gerechtere Bildungslandschaft, in der jedes Kind die gleichen Chancen bekommt, eine nachhaltigere Energieversorgung und eine ressourcenschonendere Wirtschaft. Er werde weiterhin an diesen Themen dran bleiben.