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Beschluss des UB -Parteitages " Inklusion in der Schule – Langsamer, aber dafür richtig"

Allgemein

Der SPD Unterbezirk Herne hat auf seinem Unterbezirksparteitag am Mittwoch, 26. Oktober 2016, folgenden Beschluss gefasst:


Inklusion in der Schule – Langsamer, aber dafür richtig


Die Inklusion ist in fast allen Schulen in NRW auf den Weg gebracht und macht Fortschritte. Mit dem 9.Schulrechtsänderungsgesetzt hat das Land den Auftrag der UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt und erste Schritte auf dem Weg zur inklusiven Bildung an allgemeinen Schulen in NRW gesetzlich verankert.

Es hat sich jedoch herausgestellt, dass die Umsetzung viele Betroffene und Beteiligte (Schüler, Lehrer, Eltern) überfordert und vor große Probleme stellt. Es gibt nicht genug Fachpersonal, mangelnde Konzepte, es fehlt an geeigneten Räumlichkeiten – das System Schule ist so, wie es jetzt ist, nicht flexibel genug.

Wir können und wollen „das Rad nicht zurückdrehen“ – denn die SPD steht weiterhin voll und ganz hinter dem Zielgedanken der Inklusion.

Wir fordern mehr Freiheit in der Umsetzung der Inklusion, mehr und flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten. Darüber hinaus ist eine adäquate Personal- und Sachmittelaufstockung unverzichtbar. Inklusive Klassen sollten zudem von multiprofessionellen Teams unterrichtet werden.

Wir wollen Wahlmöglichkeiten zwischen inklusiver Beschulung und Förderung in Förderschulen. Die Mindestgrößenverordnung zur Schließung von Förderschulen muss daher nach unten angepasst werden, damit Förderschulen erhalten bleiben und Eltern weiterhin eine echte Wahlmöglichkeit haben.

Es sollte möglich werden, Regel- und Förderschulen unter einem Dach zusammenkommen zu lassen, um so schrittweise Inklusion zu erreichen. Einzelne Fächer könnten gemeinsam unterrichtet werden, andere weiterhin getrennt – dies muss nicht grundsätzlich dem Gedanken der Inklusion widersprechen, denn Inklusion findet nicht ausschließlich im Klassenraum statt.

Wir fordern die NRW-SPD auf, diese Vorschläge in ihr Wahlprogramm für die kommende Landtagswahl aufzunehmen und in der Regierungsverantwortung zügig und konsequent umzusetzen.