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Jens Spahns Äußerungen zum § 219a StGB sind realitätsfremd und anmaßend

19. März 2018

Theres Boneberger nimmt für den Vorstand der Herner SPD zu den Äußerungen von Jens Spahn bezüglich Abtreibungen Stellung:
„Diese sind realitätsfremd und anmaßend denen gegenüber, die es betrifft. Es geht nicht darum, dass Abtreibungen verharmlost oder gar dafür geworben werden soll. Die Abschaffung des § 219a soll sicherstellen, dass Frauen sich auf unkompliziertem und vernünftigem Weg informieren können und sich auf der anderen Seite Ärzte nicht strafbar machen. Ich erwarte von der neuen Bundesregierung, dass der § 291a abgeschafft wird oder eine Lösung gefunden wird, die sicherstellt, dass betroffene Frauen und deren Ärztinnen und Ärzte keine Angst vor Sanktionen haben müssen. Eine konstruktive Auseinandersetzung anstelle von provozierenden Äußerungen seitens CDU-Politikern würde dem Ernst des Themas mehr gerecht werden.“ Monika Ganteföhr, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Herne kündigt bereits eine Initiative an: „Wir wollen das Feld in dieser wichtigen Frage nicht der CDU überlassen und werden auch als Basis aktiv. Bereits für den nächsten Parteitag der SPD Herne bereiten wir einen entsprechenden Antrag vor. Damit wollen wir dazu beitragen, dass es hier im Interesse der betroffenen Frauen endlich zu einer Verbesserung kommt.“