Inhalt

Ortsverein Constantin

Der Ortsverein Constantin stellt sich vor!

In einer Zeit, in der das Internet einem großen Publikum die Möglichkeit bietet, Informationen zu senden und zu empfangen, wollen auch wir, die SPD - Constantin, die Gelegenheit nutzen, jetzt und in Zukunft wichtige und interessante Informationen zu veröffentlichen.

Die Gründung der SPD in Constantin

Trotz intensiver Bemühungen ist es uns nicht gelungen, den Tag der Gründung, der bereits vor dem 2. Weltkrieg stattgefunden hat, herauszubekommen.
Bekannt ist, dass nach dem 2. Weltkrieg im Jahre 1946 / 47 die SPD sich erneut gegründet hat.
Vorsitzende waren:

  • Karl Pohlmann
  • Kurt Schmidt
  • Dietmar Fiebinger
  • Werner Enders jun.
  • Uwe Fiebinger
  • Frank Heu
  • Willy Lehmann

Der Ortsteil Constantin

Lt. Baudeputation der Stadt Herne ist Constantin der höchstgelegene Ortsteil von Herne. Während das Herner Rathaus 59,85 m ü. NN. liegt, weist die Hügelstraße ( eine Straße in Constantin ) 102,71 m ü. NN. auf. Constantin ist ein Stadtteil im Bezirk Sodingen. Z. Zt. wohnen dort etwa 2.400 Menschen. Bereits Mitte des 1900. Jahrhunderts wurde Constantin vom Bergbau geprägt.

Historie

Im Gemeinde-Atlas Herne steht u.a.:In den Jahren 1844/46 erfolgte die Mutung der Felder Joachim, Bochum und Apollonia. die im Jahre 1847 zur Zeche Constantin der Große vereinigt wurden. Auch das die drei Grubenfelder überdeckende Eisenerzfeld ist benannt nach dem römischen Kaiser Flavius Valerius Constantinus, der von 306 bis 337 n. Chr. regierte.

Die Gewerkschaft Vereinigte Constantin der Große wurde am 15.08.1849 in Bochum gegründet:

In den Jahren 1893 bis 1895 wurde der Schacht 4 in Herne-Sodingen / Constantin abgeteuft, neben dem im Jahre 1900 Schacht 5 die Förderung aufnahm. Im Jahre 1914 begann die Teufe des Wetterschachtes 11 in Herne-Sodingen / Constantin, der 1917 in Betrieb genommen wurde. In den Jahren 1931/32 wurde die Schachtanlage 11 stillgelegt.

Weitere Daten über die Zechenanlagen in Constantin:

  • 1937 war der Schacht 4 auf 525 m. Tiefe, der Schacht 5 auf 625 m. Tiefe.
  • 1949 wurden auf Constantin 4/5 von 2.685 Beschäftigten 669.400 Tonnen Fettkohle gefördert.

    Febr. 1955 Stilllegung des Tagesbetriebes auf 4/5. Es erfolgte nur noch die Seilfahrt.
  • Aug. 1955 Die Förderung auf 4/5 wird eingestellt; es erfolgte unterirdischer Transport zu den Schächten 6/7 in Bochum 1964 Einstellung der Seilfahrt auf 4/5
  • Jan. 1967 Entgültige Stilllegung der Schachtanlage 4/5
  • Okt. 1967 Beginn der Abbrucharbeiten der Werksanlagen von 4/5
  • Jan. 1968 Sprengung des 35 m. hohen u. 120 Tonnen schweren Förderturms von Schacht 4 und anschließend Sprengung von Schacht 5.
  • 1984 Abbruch der letzten Gebäude von Schalthaus u. Trafostation.

Zechengelände und Erholungslandschaft

Am 01.12.1984 erwirbt der Kommunalverband Ruhrgebiet ( KVR ) das Zechengelände sowie den angrenzenden Wald zur Herrichtung als Erholungslandschaft.

1985 - 1986 erfolgte der Ausbau.

Heute fügt sich das Gelände nahtlos in das abwechslungsreiche Landschaftsbild und vervollständigt einen Grüngürtel zwischen Herne, Bochum und Castrop - Rauxel.
Infrastruktur u. Wohnungsbau in Constantin

Gleichzeitig mit der Abteufung der Schachtanlagen entstanden in Constantin die Wohnsiedlungen für die Beschäftigten.
Es wurden die "Beamten - Häuser" an der Constantinstr. gebaut und nach und nach die Bergmannssiedlungen zwischen Kronen-, Mülhauser,-, Wiescherstraße und am Landwehrweg.

In den Jahren nach 1930 entstand die Siedlung um die Hauer- und Wetterstraße. In dieser Zeit bauten Privatbesitzer Häuser an der nördlichen Seite der Kronenstr. u. an der Mülhauserstr. mit den Geschäften für die Versorgung der Einwohner. Selbst einen " Zechen - Konsum" auf der Pieperstr. gab es. Ein weiteres bekanntes Bauwerk ist die seit Anfang des Jahrhunderts bestehende Gaststätte " Haus Voss". Heute sind alle Häuser in Privatbesitz.

Leider ist festzustellen, dass nach und nach die Geschäfte bis auf wenige geschlossen wurden. Die Nahversorgung für die Constantiner Bürger ist damit zu einem Problem geworden.

Der Revierpark Gysenberg u. der Streichelzoo

Der Revierpark Gysenberg, der erste Freizeitpark im Ruhrgebiet, wurde am 04.06.1970 seiner Bestimmung übergeben. Er umfasst eine Fläche von 21,12 ha., der Wald 74,55 ha. und der Tierpark 9,00 ha. Im Jahre 1970 wurden das Freizeithaus ( Erweiterung 1971, nach Brand Wiedereröffnung 1975 ), 1972 die Eissporthalle ( heute Gysenberghalle ) und das Activarium, 1977 das Kinderspielhaus, 1985 die Sporthalle sowie 1988 das Squash-Center eröffnet. Zum Revierpark gehören u.a. eine Park-, Spiel- Sport-, Bade-, Wasserspiel- und eine Geselligkeitszone. Unterhalb des Revierparks liegt der Streichelzoo.

Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten im Tierpark wurde im Sommer 1998 der Streichelzoo eröffnet. Für alle Besucher kostenlos wird der Streichelzoo jedes Jahr von vielen Tausend Bürgern, vor allem von den Kindern, gerne besucht. Eine der Anziehungspunkte ist die "neue" Kindereisenbahn.

Kindereisenbahn "Jolante"

Der Streichelzoo

Die Bauten:

  • Gesamtfläche des Hofgebäudes: 320 qm
  • Fläche des Streichelzoos: 270 qm
  • Anzahl der Außengehege: 3
  • Fläche der Gehege insgesamt: 1730 qm

Die Tiere:

  • Esel, Kühe, Schafe, Pferde, Ziegen, Hühner, Schweine, Gänse u. Kaninchen.

Die " neue " Mühle / Historisches Mahlwerk

Die oberschächtige Wassermühle aus der Besitzung derer von Geisberg, später Gysenberg in Herne, ist bisher geschichtlich nicht genau datiert. Ausgehend von der Technik stammt das Mahlwerk aus dem 19. Jahrhundert. Dabei handelt es sich um ein historisch erhaltenswertes Mahlwerk mit einem der letzten Antriebe dieser Art. Der alte Königsstock, der zur vorindustriellen Zeit verschiedenen Vorläufern vor Fabrikgebäuden als Antrieb für den Produktionsprozess diente, wurde im Rahmen einer von der Arbeitsverwaltung Herne geförderten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme nach dem Brandschaden restauriert.

Ein neues, den alten Konstruktionen nachempfundenes Antriebsrad verdeutlicht dabei den ehemaligen Produktionsprozess. Begehbare Glasflächen ermöglichen eine Einsicht von der Erdgeschossplattform in das Untergeschoss der Mühle. In einem zweiten Schritt soll im Rahmen der Renaturierung des Mühlenteiches der alte Wasserzulauf wieder hergestellt und der Betrieb des Mühlrades zu Demonstrationszwecken ermöglicht werden. Die Mühle, die den meisten Bürgern noch bekannt ist, gibt es als Fachwerkgebäude nicht mehr. Das eigentliche Mühlengebäude wurde als gepflegte Ruine hergerichtet.

Impressum: Werner Enders jun. im Auftrag des SPD - Vorstandes Constantin.
(Dezember 2001)